IAATM – ein deutsches Projekt, das sich nicht von Landesgrenzen beschränken lässt. Seit unserer Geburtsstunde im Oktober 2014 haben wir unzählige Festivals besucht und mit euch die Eindrücke geteilt. Dabei haben wir schon etliche verschiedene Nationen gesehen: USA, Kroatien, Spanien, Belgien, Österreich, nicht zuletzt natürlich alles, was in Deutschland passiert und sicher noch einige mehr. Dieses Jahr wurden wir erstmals ins Mysteryland am Haarlemmermeer (ja – heißt wirklich so) eingeladen – ein Festival mit langer Tradition. Dieses Jahr waren unserer Reporter Hauke, Lea und Fabian für euch auf dem Festival unterwegs.

Überblick:

Wir schreiben das Jahr 1993. Das Nachrichtenmagazin Focus erscheint, James Cameron’s Film Titanic bekommt 11 Oscars und in dem beschaulichen kleinen Ort Hoofddrop, nahe Amsterdam entsteht das Mysteryland Culture and Arts Festival – das mit seinen 24 Jahren zu den ältesten elektronischen Musikfestivals der Welt zählt.
Was viele nicht wissen: Mysteryland ist das Mutterfestival von dem wohl bekanntesten Festival der Welt – Die Rede ist von Tomorrowland.
Über 100.000 Besucher kamen auch dieses Jahr nach Holland um für ein Wochenende die Welt zu vergessen und die Seele baumeln zulassen. Auch das diesjährige Line-Up brauchte sich nicht zu verstecken.

Galantis Mysteryland

Mysteryland 2016 Mainstage

Neben den Headlinern Martin Garrix, Afrojack, Galantis gab es am Sonntagabend noch eine Überraschung. Der Closing Act Diplo holte seine Buddys Jillionaire und Walshy Fire auf die Bühne und zelebrierte ganz im Stil von Major Lazer das Closing der diesjährigen Ausgabe.

Stages:

12 auf dem offiziellen Line-Up, 5 auf dem Gelände versteckt und zwei Campingstages auf denen jeden Abend eine Afterparty veranstaltet wurde. Auch bei Mysteryland steht die liebe zum Detail im Vordergrund. So wurde jede Stage mit viel Liebe zu einem Kunstwerk gemacht und ließ so manche Besucher staunen. Vorallem die Q-Dance Stage und die Mainstage haben es uns dieses Jahr sehr angetan. Die Veranstalter legen nicht, wie bei Festivals typisch, auf LED-Screens wert sondern versuchen die Bühnen im einzigartigen Designs zu gestalten um so einen bleibenden Eindruck bei den Besucher zu schaffen was auch dieses Jahr wieder sehr gut gelungen ist.

Line-Up:

Q-Dance, Mainstage, Heineken-Starclub, Spinnin Sessions, Dave Clarke presents usw….
Man wusste nicht was man alles besuchen sollte.
Die Auswahl an Hochkarätern war auch in diesem Jahr wieder sehr groß. Diplo, Afrojack, Martin Garrix, der schon das fünfte Jahr in Folge das Mysteryland bespielen darf, Galantis, Don Diablo – die Auswahl an den Artists war breit gefechert und deckte jedes Genre ab.
Unzählige Topstars der EDM-Szene aus den Niederlanden haben hier ihre ersten Shows gespielt, unter anderem trat im Heineken-Starclub der damals 15-jährige Martin Garrix das erste mal auf einem Festival auf.
Auch die Q-Dance-Stage welche am Samstag komplett befüllt war zeigte auch dieses Jahr wieder was es heißt die Sau raus zulassen. Frontliner, Angerfist, Frequenzer, Atmozfears, Brennan Heart sind nur eine Hand voll der Artists die die Bühne, die dieses Jahr einen Steinbock imitierte, zu beben brachten.

Natürlich war das noch lange nicht alles. Auf den “kleinen” Stages zeigten Mitglieder der Barong Family wie The Galaxy, Mike Cervello oder Cesqeaux wie man die Crowd zum kochen bringt. Spinnin’ lud Mike Willams, Sander van Doorn, Vinai und viele weitere ein um das Big Top Zelt zu bespielen.
Dave Clarke zeigte mit seinen Kollegen was guten Techno ausmacht und im Circus of Life wurde das Tanzbein zu groovigen Houseklängen von Mike Mago und Patrick Topping geschwungen.

Camping:

Durch den immer größer werdenden Bekanntheitsgrad des Festivals stockten die Veranstalter auf zwei Tage auf und eröffneten zugleich das Holy Grounds-Camping welches im Premierejahr sehr familär ausfiel, denn nur ca. 1000 Camper durften im ersten Jahr auf die grünen Wiesen vor dem Festivalgelände ihre Zelte aufschlagen.
2015 war die Nachfrage nach den Campingtickets so groß, dass man dieses Jahr die Geländegroße verdoppelte um so mehreren Besucher aus Nah und Fern einen Platz auf dem Campingplatz bieten zu können. Die sanitären Anlage waren sauber und bei einem kleine Supermarkt konnte man sich mit leckerem Frühstück eindecken.

Normal kann jeder aber Mysteryland macht es anders.

Wie jedes große Event haben sich auch die Veranstalter für die Camper aus über 20 Ländern ein besonderes Highlight einfallen lassen. Am Freitag Abend startete eine Pre-Party die es insich hatte.
Laidback Luke, Don Diablo, Dave Clarke, Psyko Punkz und Dirtcaps gaben sich die Ehre um den Campingground zum brennen zu bringen was ihnen sehr gut gelang.
Das Besonderheit daran – Jeder Artist spielte ein Set, das nicht seinem Hauptgenre entsprach.
So zeigte Don Diablo ein Bass House-Set. Das Highlight des Abends war der Altmeister Laidback Luke der mit einem 80 & 90s Classic-Set richtig die Korken knallen ließ.

Netzempfang (Handy):

Da das Festival in den Niederlanden stattfindet haben Ausländer, wie wir leider kaum bis gar kein Netz. Wenn ihr nicht darauf verzichten könnt und euren Liebsten täglich Bericht erstatten wollt oder eure Snapchat-Story auf den neuesten Stand halten wollt, könnt ihr euch eine Auslandsflat dazu buchen. Der Preis für eine Auslandsflat ist davon abhängig bei welchem Anbieter ihr unter Vertrag steht. Bei der Telekom könnt ihr für 15€ 300 MB dazu buchen. Wer auf Nummer sicher gehen will, besorgt sich ein Walkie Talkie – oder verliert sich nicht; wenn das überhaupt auf einem Festival geht.

Orginalität:

Was uns bei dem Mysteryland Festival jedoch am besten gefiel, war die Atmosphäre. Nur wenige Festivals schaffen es tatsächlich, die so oft angepriesene Stimmung so zu erschaffen, wie sie sein soll: Eine große Familie, die aus den unterschiedlichsten Kulturen und Ländern zusammen kommt, um gemeinsam zu der Musik zu feiern, die sie verbindet. Dieses Gefühl hatten wir in den Niederlanden vom Anfang bis zum Ende. Durch die Liebe zum Detail wird das Festival eine wahre Expedition. Nur wer auch genau hinschaut, entdeckt alles.
Alles in allem hatten wir das Gefühl, Teil einer großen Zusammenkunft von Freunden, Kollegen und Familien geworden zu sein. Das Line Up des Festivals bestand bis auf wenige Ausnahmen nur aus “Dutchies” und auch die Q-Dance Bühne zog bestimmt genau so viele Besucher an wie die Mainstage. Auf jedem Festival außerhalb der Niederlande undenkbar.

Ein kleiner Videogruß von Don Diablo

Preise für Essen/Drinks und Specials:

Auf dem Mysteryland gilt seit den letzten Jahren die Währung Token. Eine Token hat den Wert von ca. 2,70€. Das Essen war dieses Jahr gegenüber zum Vorjahr teuer. Pommes kosteten zwei Token, eine Pizza sogar drei Token. Was man dazu sagen muss -> Auf dem Festival ist jede Speise Bio und von Lokalen Händlern und schmeckt hervoragend. Von BBQ und Pizza über holländische Köstlichkeiten bis hin zu vereinzelte Restaurants verteilt am ganzen Festivalgelände, wofür man pro 5-Gänge-Menü 35€ bürgen musste, war für jeden etwas dabei. Einmal Pommes kostete 2 Token/ 5,4€, eine vor den Augen frisch zubereitete Pizza mit Biozutaten gebacken im Steinbackofen 3 Token/ 11 €. Etwas billiger war es dagegen bei den Getränken. Ein Bier kostete gerade einmal 1 Token / 2,7€, ein Softdrink ebenfalls. Das Wasser hingegen war – wie so oft auf den holländischen Festivals üblich – immer umsonst und konnte so oft man wollte gekühlt nachgefüllt werden, an dafür vorgesehen Stände.

Tickets:

Um Tickets für das Mysteryland zu bekommen muss man keines Falls im Lotto gewinnen oder hunderte von Euro ausgeben. Obwohl das Festival sehr beliebt ist sind die Tickets nicht rar und jeder kann auch noch ein paar Wochen vor dem Festival sich Karten holen. Die Preise der Tickets sind unterschiedlich. Für ein normales Ticket inkl. aller Gebühren und Camping muss man ca. 150€ auf den Tisch blättern. Wer dagegen keine Lust auf Zelt schleppen und vorallem Zeltaufbau hat der kann sich zu seinem Ticket ein Tippie buchen. Dieses bietet Platz für 9 Personen.

Anreise:

Der Ort wo das Festival stattfindet ist 15 Minuten von Amsterdam entfernt und über die Autobahn gut zu erreichen. Wer mit dem Flieger anreist, kann den privaten Taxiservice Uber nutzen der biszu 30 % billiger ist als die normalen Taxis in Holland. Das Festival ist sehr gut ausgeschildert und kann gar nicht verfehlt werden. Von München aus muss man mit einer Anfahrtszeits von ca. 8 Stunden rechnen.

Gesamtkosten:

Wenn man die Kosten für Essen, Drinks, Anfahrt etc. zusammenzählt, kommt man auf grob 150€, die dort aus seinen Taschen wandern. Natürlich ist es schwer, eine genaue Prognose für die verschiedenen Festivalbesucher zu treffen, mit 150€ ist man allerdings durchaus gut dabei.
Zählt man den Ticketpreis dazu liegt man in großen und ganzen bei gut 300 € was einem dieses Festival kostet. 

Hier sind noch unsere ganz persönlichen Eindrücke des Festivals. Wir freuen uns auf Mysteryland 2017!

Mysteryland 2016

Bild 1 von 16

Mysteryland Mainstage Day

Noch ein Stückchen näher am Geschehen

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Hinweis:

Dieses Review basiert auf unseren eigenen, privaten Erfahrungen. Für alle Informationen und Preise gibt es natürlich keine Gewähr. Sie sollen ausschließlich einen groben Richtwert geben. Für weiteres Feedback von eurer Seite sind wir natürlich gerne offen. Schreibt uns dazu einfach auf unserer Facebook-Seite (Klick hier).

Photo Credit:
IAATM