Lange erwartet: Das Bootshaus macht den nächsten Schritt

Das Bootshaus macht ernst: Endlich wurden die Wünsche der Fans erhört! Die Köpfe, die hinter dem Kölner Club stecken, veranstalten im nächsten Sommer ihr erstes, eigenes, großes Festival. Am 19. August 2017 werden sich aller Erwartung nach über 20.000 feiernde Gäste am Fühlinger See in Köln einfinden. Zum ersten Mal findet dort das “SpringinsFeld” Festival statt. Die Anhänger sind aus dem Häuschen: Es hagelte über 3.000 Zusagen in wenigen Stunden – und das bevor es überhaupt irgendeine Information gab. Wir haben bei den Organisatoren nachgehakt.

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Unter dem Motto “Mut zum Übermut” findet am 19. August die Premiere des Festivals statt.

Ein Leuchtturm der deutschen Musiklandschaft

Wenn es in Deutschland ein Mekka für Fans von elektronischer Musik gibt, dann liegt dieses im Auenweg 173 in 51063 Köln. Die meisten unserer Leser werden das Bootshaus aus Erzählungen oder eigener Erfahrung kennen. An euch, die ihr mit diesem Namen noch nichts anfangen könnt: Das Bootshaus in Köln öffnet seit den frühen neunziger Jahren für Musikliebhaber seine Tore. Während der Laden in den Anfangszeiten noch “Warehouse” hieß und sich beinahe ausschließlich auf Techno-Events beschränkte, hat das Bootshaus in den letzten Jahren riesige Schritte an die Weltspitze der Clubs gemacht. Aktuell residiert die ausrangierte Bootshalle auf Rang 17 der 100 besten Clubs weltweit und liegt mit nur einem Platz Abstand zum legendären Berghain in Berlin auf Platz 2 in Deutschland – zu Recht!

Heute gibt es kaum einen Künstler oder ein Genre, das noch nicht im Bootshaus zu Gast war. Von Avicii bis Zedd waren sie alle in den heiligen Hallen und sind sich einig: Das ist einmalig! Immer wieder wird der Kölner Club von diversen Größen als persönlicher Lieblingsclub betitelt – sei es Don Diablo, Dauergast Danny Avila oder Urgestein Laidback Luke. Mit dem Bootshaus hat Deutschland seinen Leuchtturm in dem internationalen Clubgeschäft gesetzt. Maßgeblich beteiligt an diesem Erfolg ist der Booker Ulrich Rauschenberger. Unter seinem Pseudonym U-Lee ist er weltweit bekannt und kann so die ganzen Acts für den Club gewinnen, die sonst nur sehr selten nach Deutschland kommen. Das ist in der Form einmalig. In einem Interview hat er uns einiges über sein neues Projekt verraten.

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Ulrich “U-LEE” Rauschenberger

Ulrich “U-Lee” Rauschenberger im Interview

Wie lange bist du jetzt schon im Bootshaus tätig und was waren dort die bislang größten Erfolge, die ihr feiern konntet?

Ich arbeite schon 12 Jahre und 8 Monate im Bootshaus. Ich würde sagen der stetige “Wachstum” des Clubs. Es geht bislang immer etwas bergauf und nicht bergab.

Den Wunsch nach einem Festival aus der Hand des Bootshauses gibt es schon lange. Warum habt ihr euch so lange Zeit gelassen?

Wissen wir selbst nicht 😉 Wir haben uns einfach zu stark auf die Clublandschaft konzentriert, wussten aber jetzt, dass es Zeit war tätig zu werden.

Was macht den Fühlinger See zu der perfekten Location für das Springinsfeld?

Das Konzept passt sich komplett der Location an. Ohne diese Location gäbe es dieses Konzept nicht. Es geht um die Natur und wieder zu sich selbst zu finden.

Wie plant ihr aus der Masse von Festivals im Sommer herauszustechen?

Die Location und das passende Konzept dazu sollen den “Unterschied” machen. Springinsfeld ist ganz klar ein Konzept-Festival und unterscheidet sich allein dadurch.

Die Fühlinger See GmbH richtet ja bereits erfolgreich das Summerjam Festival aus. Wie unterscheiden sich die beiden Veranstaltungen voneinander?

Bei dem einem Festival geht es um Reggae Musik, beim anderen Festival um elektronische Musik. Komplett unterschiedliche Szenen, somit auch komplett unterschiedliche Gäste.

Kannst du schon ein paar Künstler verraten, auf die sich die Leute im Line Up freuen dürfen? Von den Bootshaus-Bookern erwartet man natürlich große Namen, wenn man mal schaut, wer schon alles eurem Club gespielt hat.

Leider nicht, denn die Acts werden offiziell über unsere Seite in den nächsten Wochen bekannt begeben.

Wird es vorab Pre-Parties für die Veranstaltung geben?

Wenn dann nur eine Pre-Party, aber keine 2-3.

Ihr habt drei Bühnen angekündigt: House, Tech-House und Bass. Distanziert ihr euch damit bewusst vom momentan stark gefragten Bigroom oder dem sogenannten “EDM Sound”?

Es gibt schon sehr große und bekannte “EDM” Festivals in der Region. Deshalb war es für uns offensichtlich nicht gegen andere Marken bewusst anzutreten, sondern eher unser eigenes Ding zu machen.

Wo soll die Reise in den kommenden Jahren noch hingehen? Ist das Springinsfeld ein einmaliges Experiment oder der Beginn von etwas ganz Großem?

Dieses Festival soll es lange geben und es soll auch langsam wachsen. Hauptsache es geht wie auch mit dem Bootshaus immer etwas “nach oben/vorne”.

Also: Zückt euren Textmarker und streicht euch den Termin dick im Kalender an. Wir sehen uns am 19. August am Fühlinger See und springen gemeinsam ins Feld. Tickets gibt es demnächst für nur 49,00€ zzgl. Gebühren auf der Website des Festivals.