Zu den angesagtesten Technoclubs auf der Welt darf sie sich einreihen. Die Fabric in London.
Zahlreiche DJ-Größen aus der Szene wie Richie Hawtin, Carl Craig, Adam Beyer, Carl Cox und viele mehr spielten hier und begeisterten seit 1999 Musikfans aus aller Welt.

Der Club ist in drei separate Räume mit eigener Soundanlage aufgeteilt. Eine Besonderheit des Clubs ist ein vibrierender Boden im “Room One”, welcher sich zu der gerade gespielten Musik bewegt.

Fabric London

Photo by Levent Ali (CC BY-ND 2.0)

Klingt natürlich alles sehr geil, doch warum muss ein so angesagter Laden schließen?

Alkohol und Drogen gehören schon immer zur Partyszene, doch manche übertreiben es leider. So sind im Juni und August diesen Jahres zwei 18-jährige an einem Drogencocktail gestorben.
Auf Empfehlung der örtlichen Behörden wurde dem Club nun die Lizenz entzogen.
Es seien zu wenig Kontrollen am Eingang gewesen.
Bleibt der Club nun weiterhin geöffnet, riskiere man weitere Tote.

Nach einer sechsstündigen Debatte fiel die Entscheidung dem Club die Lizenz zu entziehen, da u.a. „Durchsuchungen unzureichend waren und eine Verletzung der Betriebserlaubnis darstellten.“

London’s Bürgermeister, Sadiq Khan, verteidigte vehement den Club, doch blieb mit seiner Forderung ungehört:

“London’s legendäre Clubszene ist ein wesentlicher Teil unserer kulturellen Landschaft. Mein Team hat mit allen Beteiligten über die aktuelle Situation gesprochen und ich dränge darauf, dass eine vernünftige Lösung gefunden wird, die einerseits sicherstellt, dass der Club offen bleiben kann und gleichzeitig die Sicherheit derjenigen gewährleistet, die das Londoner Nachleben genießen möchten.”

Statt für Aufklärung über Wirkung und Zusammensetzung zu Sorgen, wie es von Experten seit Jahren gefordert wird, wird nun einer der legendärsten Clubs geschlossen.
So tragisch die Vorfälle in der Fabric auch waren, hätte das in jedem Club passieren können und selbst mit Schließung jedes einzelnen Clubs auf der Welt, würde es keine Drogentote weniger geben.

Viele DJ’s und Fans sind entsetzt über diese Entscheidung und verleihen ihrer Gedanken Worte:

Quellen:
theguardian
mixmag
Tonspion

Photo Credit:
Levent Ali (Flickr)CC BY-ND 2.0