In der Rubrik “iaatm.NEWCOMER” stellen wir euch jede Woche einen upcoming Artist aus Deutschland und auch der Umgebung vor. Hier lernst du sowohl Tracks und auch viel privates über unsere Talente kennen.

HEUTE MIT: CUEBRICK

Cuebrick aka. Rouven ist eines unserer größten deutschen Talente und konnte im vergangenen Jahr mit einigen Produktionen unter anderem auf dem bekannten deutschen Label Kontor Records oder dem niederländischen Cloud9Dance (unter anderem für Revealed und Protocol Recordings zuständig) landen. Im Interview mit unserem Redakteur Arian erzählt Rouven aus dem Nähkästchen und gibt nicht nur einen spannenden Ausblick auf die Zukunft, sondern erzähl auch spannende Details aus dem DJ Geschäft.


its all about the music cuebrick bild newcomer der woche iaatm


Rouven, für unsere Leser eine kurze Vorstellungsrunde – erzähl doch mal ein wenig über dich
Puh, aus dem Stehgreif ist sowas natürlich nicht so einfach. Aktuell wohne ich in Mannheim, komme aber ursprünglich aus der schönen Pfalz. Daher kommt wahrscheinlich auch meine ausgeprägte Liebe zu gutem Wein…;).
Musikalisch fing bei mir übrigens alles mit Drum and Bass an. Vielleicht erklärt das auch meinen Hang zu fetten Synths und progressiven Melodien. Wenn ich mir die ein oder andere Drum and Bass Scheibe anhöre, sind da doch einige Parallelen zu erkennen.

Du hast als Newcomer ja sicherlich noch einiges vor – Was sind deine Pläne für die Zukunft?
Hm, ich denke das ist einfach. Noch mehr & noch bessere Musik machen natürlich. Wenn die Gigs dann auch noch mehr und internationaler werden, wäre das natürlich auch schön. Gerade das ein oder andere große Festival zu spielen wäre natürlich interessant.

Aktuell läuft dein Track CITYLIGHTS ja ganz gut bei Beatport über die virtuelle Ladentheke, außerdem gibts noch eine coole Nummer bei Kontor Records und(!) dein Remix zu Jan Leyks neuer Nummer Gladiator läuft in unserem Podcast Vol. 16 (Hier Herunterladen!) – wie würdest du den typischen CUEBRICK Style beschreiben? 
Ich würde meinen Musikstil als sehr progressiv beschreiben, lasse mich da aber auch nur ungern in eine Schublade stecken und bin sehr experimentierfreudig. Wenn man z.B. meine Single „Watch Out“ Anfang des Jahres zusammen mit den Disco Boys betrachtet, war die ja eher housig. Generell bleibt aber zu sagen dass ich ein großer Vocal Freund bin und das wohl auch immer bleiben werde, mindestens 80% meiner Produktionen haben einen Vocalpart.

Lass uns ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern – Wir haben ja letztens zusammen in der AREA 47 in Tirol aufgelegt – Was für ein Gefühl ist es für dich, wenn du durch Deutschland oder Österreich touren und deine Musik spielen kannst? 
Das ist natürlich großartig. Ich denke dass es für die meisten Musiker ja einer der Hauptgründe ist überhaupt Musik zu machen: Die eigene Musik unter die Leute bringen & die Reaktionen darauf zu sehen. Wenn sie dann gut ankommt & jeder ausgelassen feiert, ist das wohl eines der besten Gefühle die man haben kann.

Wie würdest du den Deutschen Markt für elektronische Musik aktuell beschreiben? Vor allem im Vergleich mit anderen Märkten wie Niederlande oder Schweden?
Ich denke, es gibt in Deutschland ähnlich viele begabte Junge, aber auch etablierte (EDM) Musiker wie in den Niederlanden oder Schweden. Den großen Unterschied macht hier aber die Art & Weise wie diese Künstler arbeiten. Während in den Niederlanden & Schweden die Künstler mehr im Kollektiv zusammenarbeiten und jeder jeden mitzieht, versucht hier jeder sein eigenes Ding durchzuziehen. Ich glaube dass sich die Niederländer & Schweden hier einfach gegenseitig eine bessere Plattform bieten und somit im großen „Vergleich“ einfach mehr herausstechen, letztendlich im Großen und Ganzen auch erfolgreicher sind.

Was glaubst du, braucht es um mit seinen Songs aufzufallen, bekannter zu werden? 
Ich glaube zu aller erst muss der Track mal gut sein. Es hat noch niemand einen Hit verhindert. Aber natürlich ist auch vieles die richtige Musik auf dem richtigen Label zur richtigen Zeit. Aber ich denke dieser Grundsatz lässt sich nicht nur auf die Musik übertragen. Ich denke aber dass konstanter Output und ständige Verbesserung auf jeden Fall hilft um auf sich aufmerksam zu machen.

Wenn jetzt ein frischer, junger, talentierter & musikalisch begabter Teenager vor dir steht und sagt: “Rouven, ich will DJ werden“ – was würdest du antworten?
Lern auflegen, aber zuerst mit Platte bevor du etwas anderes benutzt & dann gib Gas. Ob er es wirklich wollte sieht man dann daran wie lange er am Ball bleibt

Its all about the music bedeutet für mich:
Ein gutes, junges & frisches Kollektiv dass sich mit der elektronischen Musikszene auseinander setzt.

Gibt es zum Abschluss einen strenggeheimen Cuebrick-Produktions-Tipp für unsere Leser? 
Einen guten Track, der aber nicht “klingt”, kann niemand spielen. Ein mittelmäßiger Track der wenigstens TOP klingt, wird da eher gespielt. Viele junge Producer haben hammermäßige Ideen, vernachlässigen aber leider das Engineering. Das ist mein einfacher Tipp für alle da draußen.

Danke Rouven!

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