Marshmello ist nicht amüsiert über das Zouk in Singapur

Es ist schon eine coole Sache, wenn man Künstler mit einer Maske sein kann. Anonymität, keine anstrengenden Fans beim Einkaufen, kein übermäßiger Rummel um die eigene Person. Cro macht es. Sido macht es auch. DJ Blend läuft auch schon immer mit einer Maske rum. Da hat sich Chris aka Dotcom gedacht: “Hey das kann ich auch”. Und wenn er einen lustigen Stunt hinlegen möchte um Promo zu machen, versteckt er einfach jemand anderen unter der Maske. Tiesto zum Beispiel. Merkt ja eh keiner.

Das Zouk in Singapur, sechstplatzierter Club des DJMAG Top100 Club Votings, hat sich da nicht lumpen lassen. Nach der Singapur-Ausgabe des Ultra Music Festivals hat der Club auf einer Aftershowparty einfach einen Fake-Marshmello auflegen lassen. Natürlich wäre das wohl keinem aufgefallen, wenn nicht Resident DJ Jade Rasif seinen Job dafür riskiert hätte, um diesem Fake eine Plattform zu bieten. Und genau das tat er.

Resident DJ deckt den Fake auf

Laut Rasif legte der Club nicht die nötige Sorgfalt an den Tag, um die Legitimität des Acts zu prüfen oder es war ihnen schlichtweg egal. So oder so, sei es unerhört, einen Act anzukündigen, der dann gar nicht auftreten würde.

Marshmello selbst dementierte natürlich einen Auftritt im Zouk, was natürlich einen massiven Vertrauensbruch zwischen Fans und dem Artist zur Folge haben kann. Die Fans vor Ort, die sich freuten ihren Star live zu sehen, um dann mit einer Fake-Performance hinters Licht geführt zu werden.

marshmello;zouk

 

Der Club hat inzwischen auf die Vorwürfe reagiert. Es habe sich um einen Gast gehandelt, der sich verkleidet hätte. Man habe das Event allerdings nie als Marshmello Event beworben oder Marshmello als DJ verkündet. Es habe sich lediglich um die kreative Verkleidung eines Gastes gehandelt. marshmello zouk singapore

Nicht der erste Vorfall im Zouk

Nach einem Vorfall im Frühjahr mit dem ägyptischen Trance-Duo Aly & Fila geriet der Club schon einmal in schlechtes Licht, weil Fadi, eines der Mitglieder des Duos, trotz freiwillig verlängertem Set weiter spielte, statt Aufforderung des Clubmanagers mit einem Gast aus der VIP-Loge ein Back2Back Set zu performen zuzustimmen. Daraufhin lies der besagte Manager anschließend den Auftritt beenden.

Marshmello

Marshmello mit seiner Maske