Er ist seit nun fast 30 Jahren in der Szene am Start. Spinnin’ Records Artist Abel Ramos aus Spanien hat aber noch lange nicht genug. Im exklusiven Interview mit Its All About The Music – Redakteuren: Averro & Shippo spricht der Iberer über seine Vergangenheit, seine Downphasen und Einflüsse.

Infos zur Person: Abel Ramos produzierte bereits Remixes für David Guetta, Fatboy Slim, Mariah Carey and Rihanna, Abel’s Originale haben es auf große Labels wie Spinnin’ Records, Toolroom, CR2, F*** Me I’m Famous, Size Records und Defected geschafft. Anstehende Collaborations mit Eddie Thoneik, Felix Leiter, David Tort und HIIO stehen für die Zukunft in der Pipeline!

Abel Ramos Spinnin Records

Wir wollten mehr wissen von einem Künstler, der über so viel Erfahrung verfügt. Lest hier seine Antworten:

Shippo: Wie lange bist du schon als DJ und Produzent unterwegs, und womit bist du gestartet?

Abel Ramos: Dieses Jahr feier ich mein 27-jähriges “Jubiläum” in der DJ Welt. Ich habe mit jungen 15 Jahren angefangen – und dank der Zufälle im Leben kann ich nun zurückschauend sagen, dass es das beste ist was mir passieren konnte. Ich bin sehr stolz darauf mein Leben dieser Karriere gewidmet zu haben.

Averro: Was waren die größten Einflüsse für dich, als du gestartet bist?

Abel Ramos: Ich liebe es, Fast Eddies Produktionen zu hören, ihn spielen zu sehen. Das war wirklich spektakulär für die Zeit damals – und damit auch eine große Quelle der Inspiration.

Averro: Du hattest immer schon einen eher “housigeren” Sound, der ja auch noch in aktuellen Songs sehr präsent ist. Wie siehst du die Entwicklung von House-Musik? 

Abel Ramos: Seit ich jung war habe ich House Musik gehört – und das habe ich auch immer in meinen Produktionen ausdrücken können. Ich glaube House entwickelt sich mit neuen Sounds immer weiter, ohne dabei seine Lebensgrundlage zu verlieren. Neue Produzenten inspirieren sich immer wieder mit den klassischen “Hymnen” der House-Musik und ich denke das ist auch wirklich gut so.

Abel Ramos Spinnin Records Green valley

Shippo: Wie sieht dein “Workflow” aus? Welche Software nutzt du zum Produzieren und gibt es da irgendwelche Rituale? Zum Beispiel Kerzen anzünden oder sowas?

Abel: Ich arbeite mit Logic Pro X – Mashups mache ich mit Ableton Live. Ich hab jetzt keine richtigen Rituale im Studio aber ich brauche immer ne Menge Süßigkeiten und Softdrinks um in den Arbeitsrhythmus zu kommen.

Averro: Paris Blohm hat mal gesagt: Jeder zeigt seine Schokoladenseite, aber nur wenige zeigen ihre Downphasen oder schwierigen Zeiten in der Karriere. Wie sieht es mit dir aus? Gab es da Negativerlebnisse? Wie bist du damit umgegangen?

Abel: Natürlich gab es die, ich meine, in 27 Jahren gab es eine MENGE an schlechten Momenten oder Phasen, durch die ich durch musste. Vor allem die ersten Jahre war es wirklich hart. DJ zu sein war kein Traumjob, galt nicht als besonders cool und die Menschen um dich herum haben dich angeschaut als wärst du nicht ganz dicht. Aber ich bin ein sehr positiver Mensch, das Glas ist eher halbvoll, als halbleer. Dadurch bin ich nicht allzu lange schlecht drauf, auch wenn es mal nicht so gut läuft.

Shippo: Auf den großen Festivals gibt es viele Artists wie Dimitri Vegas & Like Mike, deren Performance nicht nur aus dem reinen Abspielen von Musik besteht, sondern vor allem auch aus einer Menge von Showeinlagen. Was hältst du davon?

Abel: Ich denke es ist ein Trend und ein Weg wie die Besucher mehr mit der Show, dem Künstler, der Musik interagieren können. Denn alles in allem ist Musik nicht nur zum hören sondern auch zum fühlen da – und diese Elemente sorgen eben dafür.

Shippo: Pflegst du noch den Kontakt zu der “NEW IBERICAN LEAGUE?” Meinst du da kommt nochmal was neues?

Abel: Ich habe immer noch Kontakt zu David Penn, der ein guter Freund von mir ist und den ich oft sehe. Zu Chus habe ich weniger Kontakt. Ich würde sagen aktuell ist es eher unwahrscheinlich, dass da nochmal was kommt, weil wir alle unsere eigenen Agendas und Terminpläne haben. Ich glaube nicht, dass das passiert.

Averro: Da IAATM ja eine deutsche Plattform ist, würden wir uns freuen, wenn du uns verrätst, was das erste ist, was dir in den Kopf kommt, wenn du an Deutschland denkst:

Abel: Mein erster internationaler Gig war in Deutschland – vor etwa 15 Jahren. Außerdem Hamburg, das Oktoberfest – und natürlich die wunderschönen blonden, blauäugigen Mädels in Deutschland.

Danke Abel, dass du dir Zeit für uns genommen hast. 

Das Interview führten Shippo & Averro