Bei dem letzten Konzert der “Parental Advisory Tour” von US EDM-Star Carnage kam es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen DJ’s und Sicherheitskräften. Im Internet – speziell auf Twitter – brodelt die Gerüchteküche.

Wir fassen zusammen, was geschah!

In der Nacht des 23. Novembers fand in Tulsa, einer Stadt des US-Bundesstaates Oklahoma der Abschluss-Gig der Carnage Tour statt. Nach über 40 Stationen sollte das Finale etwas ganz besonders werden, auch für die Fans. So nahm Carnage sich noch eine halbe Stunde mehr Zeit, um zusammen mit Dzeko & Torres und Paris Blohm – den Support Act’s des Abends – Autogramme zu geben und mit den Fans zu interagieren. Laut dem Geschäftsführer des Veranstaltungsraumes Cain’s Ballroom war dies jedoch nicht der Grund für das Einschreiten der Sicherheitskräfte. Carnage hatte darum geben statt bis 23:45 bis um 00:25 spielen zu dürfen, was ihm auf Grund des besonderen Abends gewährt worden war. Daran schloss die halbe Stunde an, in der nur noch das Mikrofon aktiv war und die Gewalt ausbrach.

Laut Carnage selbst habe eine Sicherheitskraft Louis von Dzeko & Torres aufgefordert sich auszuweisen und damit seine Anwesenheit im Bühnenbereich zu legitimieren. Als dieser zu seinem Backstage-Pass nicht sofort griffbereit hatte, wurde er von dem Mann gewaltsam aus dem Bühnenbereich entfernt.

Carnages Version der Geschichte

Daraufhin versuchten Julian (Dzeko & Torres), Paris Blohm, Carnage und sein Tour Manager die Sicherheitskräfte zur Rede zu stellen.

Ein Besucher aus der Menge twitterte: “Die Sicherheitskräfte reagierten über, nur weil Carnage überzogen hat!”

Julian postete auf der Facebook-Seite von Dzeko & Torres, dass er beinahe von einer Kugel getroffen worden sei:

Louis wurde angeblich beinahe von einer Kugel getroffen

Dies wurde von dem Geschäftsführer des Cain Ballrooms als unmöglich abgetan, da seine Sicherheitskräfte nur mit Tasern ausgestattet sind.

Paris Blohm dramatisierte die Situation zusätzlich, indem er auf Twitter die Sicherheitskräfte öffentlich kritisierte:

Das Spektakel endete mit einer Festnahme der gesamten Carnage-Crew wie dieser über Twitter verlauten lies. Sie wurden aber ohne weiteres wieder frei gelassen.

Wir halten fest:
Schlussendlich gab es ganz schön viel Aufregung um wenig Geschehnisse. Alles was passiert war, ist, dass Louis Torres zu unrecht aus dem Backstagebereich entfernt wurde und die Superstars sich daraufhin so aufgeführt haben, als wären sie eben solche. Die Sicherheitskräfte haben sich nicht falsch verhalten und niemand wurde verletzt. Hätten die Sicherheitskräfte noch genügend Geduld bewiesen und abgewartet, bis die Autogramm-Session beendet worden wäre – gäbe es nun nicht einen erneuten Marketing-Coup für Carnage, wie bereits in der vergangenen Woche >> (iaatm berichtete) <<