Aufschwung der Branche bleibt beständig, weniger Einkommen in der Spitze

Ibiza ist in jedem Sommer wieder der Ort, wo sich die Dance Music Industry tummelt. Künstler, Manager und Brand Embassadors sind hier genauso am Start, wie die vielen feierlustigen Gäste aus aller Welt. Zum Saisonbeginn findet in Ibiza regelmäßig die International Music Summit statt, bei der sich die gesamte Industrie zum Austausch trifft. Ob PR-Agenturen, DJs oder Labelchefs – alle kommen sie auf die Insel um sich auszutauschen. Wer sich für das Business im Hintergrund interessiert, der erfährt hier, ob der Rubel rollt und ob der seit vielen Jahren bereits heraufbeschworene Abgesang der elektronischen Tanzmusik schon begonnen hat. 

Streamingzahlen, Social Media Strategien und das Wachstum von Dance-Festivals. Die Liste der Themen bei der 10. IMS auf Ibiza war lang. Mit auf der Agenda: Die Einkommen der DJs.

Leichter Verlust bei den Top DJs

Calvin Harris und David Guetta konnten ihre starken Einkommensergebnisse laut der Forbes Studie im Jahr 2016 nicht bestätigen, hatten leichten Rückgang zu verzeichnen. Calvin Harris Einkommen fiel um 5% auf 63 Mio. US-Dollar, David Guetta nahm mit 28 Mio. $ etwa 22% weniger als im Vorjahr ein. Auch die Einkommen in ihrer Gesamtheit sanken um 1% von 304 auf 300 Mio. $. 

DJ Einkommen IMS 2017 calvin harris

Calvin Harris wird es wohl überleben 😜

In präkären Verhältnissen wird Calvin Harris trotz der 5% Verlust in seinem Jahreseinkommen dennoch wohl nicht leben. Mit 63 Mio. $ hat der gebürtige Schotte 2016 so viel Geld verdient wie die Fußballstars Neymar und Zlatan Ibrahimovic zusammen. 

Ist das nun der Anfang vom Ende der EDM Szene? 

Mal so als Zwischenfrage: Wie oft wurde eigentlich schon behauptet, dass die Szene nun am Ende sei? Die Zahlen der “Electronic Music industry”, die in der Studie der IMS 2017 veröffentlicht wurden sprechen auf jeden Fall eine andere Sprache. 

Industrie wachstum EDM IMS 2017

Mit drei Prozent Wachstum konnte die Branche ihren Wert von 7,1 Mrd. $ auf 7,4 Mrd. $ steigern – ein Plus von 3%. Dafür vor allem Verantwortlich sind die expandierenden Festivalmarken wie Tomorrowland und Ultra, schnell wachsende Märkte in Süd- und Mittelamerika und ein großer Zuwachs an Tanzmusik-Streams in Deutschland(!). 

Weitere Infos zur IMS veröffentlichen wir hier in den kommenden Tagen.